In die Diskussion um gemeinsam verantwortete Anleihen der Euroländer hat sich am Wochenende der Rating-Riese Standard & Poor's eingeschaltet. Die Agentur ließ verlauten, dass sie Eurobonds generell nach dem Status des schwächsten beteiligten Staates bewerten will. Jürgen Klute: "Dass die großen Rating-Agenturen ihre Methoden nicht offenlegen, hat offenbar gute Gründe. Wenn Standard & Poor's ankündigt, Euroanleihen, an denen sich sowohl die Bundesrepublik als auch Griechenland beteiligen würde, als "Ramsch" einzustufen, wirft dies zuallererst ein verheerendes Licht auf die fachliche "Seriösität" der Agenturen selbst. Es geht kein Weg daran vorbei: Macht und Einfluss der Rating-Agenturen, die sich ausschließlich den Interessen der Finanzmärkte verpflichtet sehen, muss auf politischem Wege gebrochen und begrenzt werden."
Mehr