Ausgehend von einer Initiative des Grünen-Abgeordneten Pascal Canfin gingen 22 Abgeordnete, die sich mit dieser Situation nicht abfinden wollten, darunter Giegold und Klute, an die Öffentlichkeit. In einem Appell, der auch von konservativen Abgeordneten unterschrieben wurde, riefen sie im Sommer 2010 die Zivilgesellschaft zu Hilfe. Und das mit durchaus dramatischen Worten. Die bestehende Asymmetrie in der Lobbyarbeit der Finanzindustrie, so die Abgeordneten, stelle eine "Gefahr für die Demokratie dar". Zudem verwiesen die Parlamentarier auf eine "enge Nähe zwischen der politischen und der Finanzelite", die mit der engen Verknüpfung der US-Regierung und der Bank Goldmann Sachs vergleichbar sei. Diese Nähe trage dazu bei, dass es eine einseitige Aufmerksamkeit für die Argumente der Finanzindustrie gebe und sie schränke die Fähigkeit der Abgeordneten ein, Entscheidungen frei von Einflüssen zu treffen.
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