Wenn kritische Menschen das Schreckwort „Lobby" hören, sehen sie gut gekleidete, dezente Damen und Herren vor sich, die politische Entscheidungsträger umgarnen, mit Bürgermeistern auf einsame Inseln im Ionischen Meer reisen, sich mit Bundestagsabgeordneten beim Luxusitaliener im Wedding treffen oder einem Mitglied des Europäischen Parlaments dezent einen schicken neuen Laptop über den Tisch schieben. Möglich, dass es so etwas gibt, ausschließen will ich es auf keinen Fall. Aber der Normalfall ist sehr viel weniger spektakulär: Das Telefon klingelt, auf der anderen Seite ist ein Vertreter der Volksbank, der Investmentbank Goldman Sachs, der deutschen Automobilindustrie.
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